Befreiungsfeiern in Dachau werden abgesagt

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Wegen Corona: Befreiungsfeiern in Dachau und Flossenbürg abgesagt

 

 

Die Festakte, die in den KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg für den 3. Mai beziehungsweise 26. April 2020 anlässlich des jeweils 75. Jahrestages ihrer Befreiung geplant waren, werden aufgrund des Coronavirus abgesagt. Dies gaben der Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Prof. Dr. Michael Piazolo, der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, der Präsident des Comité International de Dachau (CID), Jean-Michael Thomas, der Sprecher der Überlebenden des KZ Flossenbürg, Dr. Jack Terry, sowie die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Dr. Gabriele Hammermann, und der Leiter der KZGedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, gemeinsam bekannt. Allen Beteiligten fällt diese Entscheidung nicht leicht. Sie schließen sich mit der Absage der Veranstaltungen den Handlungsempfehlungen der Bayerischen Staatsregierung und des Robert Koch-Instituts an.

Die Entscheidung erfolgt zudem in engster Abstimmung mit den Leitungen der anderen KZ-Gedenkstätten der Bundesrepublik Deutschland, die vor dem gleichen Problem stehen. Nachdem für die geplanten Veranstaltungen in Dachau und Flossenbürg bereits über 100 Überlebende und Befreier ihr Kommen zugesagt hatten, bedauert Stiftungsdirektor Karl Freller die zwingend erforderliche Maßnahme sehr, betont jedoch: „Die Sicherheit und Gesundheit insbesondere der hochbetagten ehemaligen Häftlinge und Befreier und ihrer Angehörigen stehen an erster Stelle.

“ Es werde, so sagte Herr Freller, noch nach einer gangbaren Lösung gesucht, in welchem Rahmen – vor allem auch in den Medien – die Befreiung der Konzentrationslager vor 75 Jahren angemessen gewürdigt werden kann. Darüber hinaus wird überlegt, inwieweit bei den offiziellen Gedenkfeiern zum 76. Jahrestag im Jahr 2021 Teile des für heuer vorgesehenen Programms integriert werden können.

 

PosterBefreiung2020