Jurij Piskunov

vlad yJurij Piskunow wurde als eines von drei Kindern am 22. Dezember 1925 in Saporoshje in der Ukraine geboren. Sein Vater starb, als er acht Jahre alt war, die Mutter musste mit ihrer Arbeit in einem Lokomotivausbesserungswerk die Familie ernähren. Vor dem Krieg konnte Jurij gerade ein Jahr lang eine technische Lehranstalt besuchen. Schon damals wuchs in ihm seine politische Überzeugung. Obwohl er nie Mitglied der kommunistischen Partei wurde, war er stets überzeugter Kommunist und ist es bis zum heutigen Tag geblieben. Er selbst nennt sich „Kommunist im Herzen".


Nach der Besetzung der Ukraine durch die Deutschen trat Piskunow eine Arbeitsstelle am Bahnhof von Saporoshje an. Am 3. April 1943 aber wurde er mit vier seiner Arbeitskollegen wegen Sabotage deutscher Eisenbahnzüge von der Gestapo verhaftet. Drei Monate saß er im Gefängnis Saporoshje, in dem er schwer misshandelt wurde. Am 5. Oktober 1943 wurde er in das Konzentrationslager Mauthausen bei Linz deportiert. Er wurde mit einem roten Dreieck (Winkel) als politischer Häftling gekennzeichnet und erhielt die Lagernummer 36227. Er musste dort einige Zeit im Steinbruch „Wiener Graben" arbeiten, der sich durch die so genannte Todesstiege auszeichnete und zu den gefürchtetsten Arbeitsplätzen gehörte. Am 2. November 1943 wurde er ins KZ Dachau überstellt, wo er die Häftlingsnummer 57588 erhielt.

 

 

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Während der Haft in Dachau wurde er eingesetzt, um Eisenbahngleise auszubessern. Im Herbst 1944 verrichtete er außerhalb des Lagers Aufräumungsarbeiten in bei Luftangriffen getroffenen Gebäuden. Dort fand er mehrere deutsche Zeitungen, von denen er eine in das KZ hineinzuschmuggeln versuchte, damit die Häftlinge etwas über den Kriegsverlauf erfahren konnten. Die SS-Leute entdeckten die Zeitung und sperrten ihn für zehn Tage in eine der Stehzellen im Lagergefängnis, dem so genannten Bunker. Auf der Fläche von etwa 70 mal 70 Zentimeter konnte sich der Gefangene weder hinsetzen noch hinlegen. Die ununterbrochene Haft in diesen Zellen war für eine Dauer von bis zu 72 Stunden gedacht (aber auch längere Haftzeiten sind bekannt), Luft- und Lichtmangel verschärften die Strafe.

 

„Es war dunkel. Und wohin ich mich auch drehte, überall stieß ich sofort an eine Wand. Ein wenig setzen konnte ich mich nur, indem ich mich mit dem Rücken gegen die eine und mit den Knien gegen die gegenüberliegende Wand stützte. Ich hatte große Angst und wusste nicht, ob ich den nächsten Morgen erleben würde. Es war feucht und kalt in der Zelle. So verging der Tag. Dann begannen sie mich zu verhöhnen. Wenn das Essen gebracht wurde, zwang mich der SS-Offizier, auf allen Vieren wie ein Hund zu bellen oder zu grunzen und schimpfte mich "ein räudiges russisches Schwein". Immer hatte er die Peitsche bereit. Wenn ihm etwas nicht gefiel, schlug er mich sofort mit der Peitsche. Dann konnte ich mich nur noch dem Allerhöchsten zuwenden, auf dass er meine Seele zu sich nähme und sie von diesen Qualen erlöse", beschreibt Jurij Piskunow seine Tage in der Stehzelle später.

 

JurijPiskunowC57588

 

 

JurijPiskunowADieses Erlebnis prägte Piskunows gesamten weiteren Aufenthalt im KZ Dachau, denn er wurde durch die Haft im Bunker sehr geschwächt. In seinen Erinnerungen erzählt er, dass er am Tag nach seiner Entlassung aus dem Bunker Blut gespuckt habe. Er wurde ins Krankenrevier des Lagers eingewiesen, wo nach einiger Zeit Tuberkulose diagnostiziert wurde. Piskunow befand sich in Baracke 13 des Krankenreviers, als die US-Armee das Lager am 29. April 1945 befreite.
Nach seiner Befreiung kehrte Piskunow in die Ukraine zurück, wo er sechs Monate lang in der sowjetischen Armee dienen musste. Danach setzte er seine Ausbildung fort und arbeitete schließlich als Modedesigner. Er hat mehrmals der Teil in der republikanische Modell Zeigen genommen. Seine Modellen haben viele Preise und Urkunden bekommen. Von seine Rente besetzte er der Stelle von Vizepräsident der Ukrainische Organisation Antifaschistische Widerstands und vertrat erste Generation von ehemalige Dachau Haftlinge in der Committee International de Dachau.

 

JurijPiskunowBWährend seine Sozialarbeit gab er viele TV und Zeitungsinterviews zur Thema von Antifaschismus und Nationalsozialismus. Fur seine professional Arbeit bekam er Auszeichnungen mehrmals. Am Januar 28, 2005 bekam Jurij Piskunow der Order of Merit von 3 Grad von Ukrainische Prasident Viktor Yuschenko.


“für seine unüberwindlich lebenswille während die Haft in die KZ-Lagern im Jahren von Welt Krieg II, fur seine personal Widmung zum Realisierung des sozial Programmen fur die ehemalige KZ-Haftlinge und seine aktive publik Arbeit.”


Bis letzter Jahren seiner Leben wohntete Jurij Piskunow in Kiew mit seine Tochter Larysa Musiienko (geb. am December 7, 1956), und sein Enkel Yurii Musiienko (geb. am Oktober 6, 1987).
Er starb am September 11, 2007 (81 Jahres alt) und war in Kiev begraben.