Zeitzeugengespräch mit Richard Schaeffler


Zeitzeugengesprächrichardschaeffler

Richard Schaeffler (*1926), Sohn des Apothekerehepaars Joseph und Gertrud Schaeffler, verbrachte seine Kindheit in verschiedenen Vororten Münchens, zuletzt in Solln. Von April 1936 bis Juli 1941 besuchte er das Internat in der Benediktinerabtei Ettal. Nach dessen Auflösung war er bis zum Oktober 1942 im Theresien-Gymnasium in München. Zu diesem Zeitpunkt wurde Richard Schaeffler aus rassischen Gründen (seine Mutter war Jüdin) von der Schule verwiesen und erhielt privaten Unterricht von Lehrern, die mit ihm sympathisierten.

In der Folgezeit arbeitete er als Drogisten-Lehrling im väterlichen Betrieb, einer Großhandlung pharmazeutischer Präparate. Im November 1944 wurde er und sein Vater durch die Gestapo inhaftiert und in eine "Sonder-Arbeitslager" gebracht, in dem er bis zur Befreiung durch amerikanische Truppen verbleiben musste.

Von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1989 war er Professor für philosophisch-theologische Grenzfragen an der Ruhr-Universität Bochum.